Der LIGNUM-Blog
Edelhölzer gehören zu den klassischen Sachwerten, so wie Edelsteine und Edelmetall. Schon im Alten Testament wird herausgestellt, dass die Bundeslade aus edlem Zedernholz gefertigt ist. Parkette und Täfelungen in den Barockschlössern, klassizistische Möbel, Interieur im Stil des Bauhauses – all dies sind unvergängliche Kulturgüter. Qualitätsprodukte aus Edelhölzern unterliegen keinem ideellen Verschleiß und sind bei sachgerechter Verwendung unbegrenzt haltbar. Sie steigen im Wert nur - ideale Voraussetzung, um Vermögen in Edelholz zu sichern.
Der Begriff Edelholz wird mit berühmten Holzarten assoziiert wie Nuss, Kirsche, Birne und Elsbeere sowie den Tropenhölzern Mahagoni, Palisander, Ebenholz und Teak. Die Edelhölzer zeichnen sich durch ihre besondere Schönheit in Farbe und Zeichnung, die unwiederholbare Individualität in jedem Stück, die hohe Belastbarkeit und die Langlebigkeit aus. Diese Materialeigenschaften werden zusammengenommen von keinem noch so teuren künstlichen Material erreicht. Die Natur ist die unübertroffene Meisterin.
Aus diesem Grund hat sich die hohe Wertschätzung von Edelholz in allen Kulturen ausgeprägt. Edelholz-Verwendungen sind seit der Antike überall Ausdruck von Wohlstand und Reichtum, der Inbegriff von Luxus.
Güter aus Edelholz sind zwar teuer, aber wegen des außerordentlichen Gebrauchswertes und der Langlebigkeit im Preis-Leistungsverhältnis phänomenal günstig. Man muss sich nur die Anschaffung leisten können. Ein 100-jähriges Parkett ist bei einiger Pflege schöner denn je. Wie mag 100-jähriges Laminat aussehen?
Wenn schon in der Vergangenheit das Aufkommen an Edelholz nicht sehr hoch war, so werden die Edelhölzer zukünftig noch viel mehr zu Mangelware. Grund hierfür ist, dass das Edelholz-Aufkommen aus den vorhandenen Wäldern der gemäßigten Breiten bei nachhaltiger Wirtschaftsweise nicht mehr erhöht werden kann, während das Aufkommen aus den Tropen unaufhaltsam zurückgeht. Die Urwald-Vernichtung schreitet immer weiter fort. Die noch vorhandenen Urwälder sind weitestgehend ausgeplündert. Echtes Mahagoni – nicht zu verwechseln mit Ersatz-Holzarten, die man in „Mahagoni“ umgetauft hat – oder etwa Palisander sind bereits so gut wie ausgelöscht.
Die Nachfrage nach Edelholz aber steigt stetig. Denn Wohlstand und Reichtum nehmen in der Welt weiter zu, unabhängig davon, wie die wirtschaftliche Entwicklung hier oder dort konkret verläuft. Deswegen ist auch für die Zukunft eine stetige Preissteigerungs-Tendenz programmiert, wie sie schon in den vergangenen Jahrzehnten zu verzeichnen war.
Edelholz ist nicht nur unvergleichlich schön sowie langlebig und – auf Dauer gesehen – äußerst preiswert. Es ist auch der ökologischste Rohstoff überhaupt. Auf Grund der fast unbegrenzten Gebrauchs-Dauer bindet es CO2 dauerhaft. Holz aus nachhaltigem Anbau ist der einzige Rohstoff, der keine Umwelt verbraucht, sondern diese sogar regeneriert. Dieses macht nicht zuletzt für den modern denkenden Menschen den ideellen Wert von nachhaltig gewonnenem Edelholz aus.
Die einmalige Besonderheit von Edelholz als Rohstoff und Asset liegt in dem Umstand, dass das Aufkommen unabwendbar rückläufig ist. Die steigenden Preise können, im Gegensatz zu allen anderen Rohstoffen, nicht bewirken, dass auch das Aufkommen steigt, jedenfalls nicht dauerhaft. Dazu hätten vor Jahrzehnten die Urwaldvernichtung gestoppt werden und im großen Stil Edelholz-Pflanzungen angelegt werden müssen. Deshalb wirkt dem Preisauftrieb nichts entgegen.
Nun kommt die Renaissance der europäischen Edelhölzer: Maulbeere, Kirsche, Robinie oder Nuss können die Tropenhölzer ersetzen und füllen die Lücke, die der Raubbau reißt. Weil sich selbst überlassene Edelhölzer aber langsam wachsen, muss der intensive und nachhaltige Anbau mit modernen fortwirtschaftlichen Methoden die Nachfrage bedienen – und für jene langfristige Bindung von CO2 sorgen, die für den Erhalt des Klimas unverzichtbar ist.
Südosteuropa bietet für diese Pflanzungen die idealen Bedingungen. Edelholz aus intensivem Anbau hat sich Dank seiner Qualität und Dauerhaftigkeit als Vermögensanlage etabliert.
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Warum ist so sicher mit steigenden Edelholzpreisen zu rechnen?
Von Andreas Rühl mehr...

