2012 – erste LIGNUM-Ernte und Inkrafttreten des Gesetzes
Die illegale Abholzung hat verheerende Folgen: Sie trägt global zu 20 % aller Treibhausemissionen bei. Weitere potenzielle Probleme sind die Verschlechterung der Bodenqualität, Bodenerosion und der Verlust biologischer Vielfalt. Die Plünderung dieser natürlichen Ressourcen trifft außerdem vom Wald abhängige Völker und die Volkswirtschaften in den Entwicklungsländern.
Vor diesem Hintergrund hat das Europäische Parlament in seiner Plenartagung vom 5. bis 8. Juli 2010 einem Gesetz zugestimmt, durch das der Verkauf illegal geschlagener Hölzer sowie daraus entstehender Produkte verboten werden. Bereits am 1. August 2008 forderte das Parlament diese schärfere Gesetzgebung. Dem damals gefundenen Kompromiss eines internationalen Abkommens über den Handel von Tropenholz hatte das Parlament seinerzeit „widerwillig zugestimmt“, um überhaupt einen Schritt voranzukommen. „Die EU-Gesetzgebung, die den Verkauf von illegal gefälltem Holz verbietet, ist ein internationaler Durchbruch.“, so die finnische Parlamentsabgeordete Satu Hassi.
Die meisten Tropenhölzer werden heutzutage illegal gefällt – nach Ansicht der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung FAO mehr als 95%. Zertifiziertes Holz ist immer noch Mangelware. Das bekannteste Zertifikat gibt der FSC aus. Hinter diesem Kürzel steht der Forest Stewardship Council, eine unter anderem vom WWF gegründete Organisation.
LIGNUM hat bereits vor zehn Jahren begonnen, sich mit der nachhaltigen Edelholzaufforstung zu beschäftigen. Der konzerneigene Forstbetrieb LIGNUM Bulgaria EOOD in Ruse ist FSC-zertifiziert. Damit leben wir unsere Unternehmensvision einer rentablen Nachhaltigkeit.
Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union werden künftig dafür verantwortlich sein, Sanktionen über diejenigen Händler zu verhängen, die diese Regeln brechen. Die EU-Gesetzgebung sieht die Möglichkeit zur Verhängung von Geldstrafen vor, die an den verursachten Umweltschäden, den Wert des Holzes und auch an entgangenen Steuereinnahmen anknüpfen.
Die EU-Mitgliedstaaten haben außerdem das Recht, strafrechtliche Sanktionen über skrupellose Händler zu verhängen. Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten, muss künftig jeder Anbieter einer Lieferkette genaue Angaben zum Kauf und Verkauf des Produkts machen.
Laut Informationsseite des EU-Parlaments hat der Rat diesem Gesetzesentwurf bereits informell zugestimmt. Bevor der Entwurf in Recht umgewandelt werden kann, muss er jedoch seine offizielle Zustimmung geben. Das Inkrafttreten der Regeln wird für Ende 2012 erwartet – zu diesem Zeitpunkt wird LIGNUM mit der ersten Edelholzernte aus Europa auf den Markt kommen. Eine gute Entwicklung für die Umwelt und für Sie als Investor im europäischen Edelholz-Quartett von LIGNUM.


